Interview: Lebe den Traum

Rolf Lange hat mit BMW Motorrad an vielen internationalen Kampagnen zusammengearbeitet. Das hat ihn dazu inspiriert „Make Life A Ride“ selbst zu erleben. Er kündigte seinen Job, packte im Juli 2014 seinen Koffer und startete seine Reise von München aus. Eineinhalb Jahre, fünf Kontinente und über 65.000 Kilometer später, kehrte er als veränderter Mann zurück. In einem zweiteiligen Interview erklärt Rolf warum ihn die Reise glücklicher gemacht hat.

Interview von Andy Dukes für BMW Motorrad

BMW Motorrad: Wie vielen Monate warst Du unterwegs und wie viele Kilometer bist Du gereist?

Lange: Insgesamt waren es 505 Tage, also 16 ½ Monate bzw. 65.266 Kilometer.

Bist Du glücklich wieder zurück in Europa zu sein?

Ja, aber jetzt nehme ich viele Sachen bewusster wahr. Die Qualität der Infrastruktur, überall gibt es Tankstellen. Die Supermärkte haben eine große Auswahl an Produkten – als ich vor einem Regal stand, habe ich mich gefragt, warum ich 20 verschiedene Marken an Zahnpasta brauche.

Wie ist die R 1200 GS nach dieser langen Reise?

Sehr gut. Und ich wurde für diese Antwort nicht bezahlt. Dieses Motorrad ist sehr zuverlässig. Ich habe es in 5.250 Meter Höhe gebracht, bin es bei -5 und +47 Grad gefahren, habe es mit qualitativ schlechtem Öl gefüllt, hatte einige Unfälle und Stürze. Das Motorrad hat jetzt 78.000 Kilometer, und das für ein 2013-Modell. Es fährt einwandfrei und ich liebe es noch immer.

Welche Sache hättest Du im Nachhinein gerne mitgenommen?

Das nächste Mal nehme ich meine Freundin mit.

Du hast mit deinem Freund Joe die Reise begonnen, wie lange seid ihr zusammen gefahren?

Wir sind neuneinhalb Monate zusammen unterwegs gewesen. Er musste die Reise aus persönlichen Gründen abbrechen. Es hatte nichts damit zu tun, dass wir voneinander gelangweilt waren oder einen Streit hatten. Er hat seinen Plan geändert und das war für mich in Ordnung. Wir sind beide zufrieden und das ist die wichtigste Sache.

Wie hat es Dich verändert, als Du alleine weitergefahren bist?

Ich könnte ein Buch darüber schreiben. Alleine zu reisen ist anders als mit deinem besten Kumpel unterwegs zu sein. Es ist intensiver. Denn ich bin der Einzige, der für eine Situation verantwortlich ist. Abenteuer bedeutet deine Komfort-Zone zu verlassen und das Du immer in einem Lernprozess bist. Durch das Reisen wurde ich ausgeglichener, zuversichtlicher und offener. Außerdem lernte ich viel mehr Leute kennen.

Wie hat Dich dieser Trip verändert?

Ich bin zuversichtlicher als zuvor denn ich meisterte Situationen, wo ich vorher dachte, die könnte ich nicht meistern. Ich realisierte zu was ich fähig war – nicht nur beim Motorradfahren, sondern auch beim Reisen. Ich habe mehr Vertrauen in die Menschen, generell in die Menschlichkeit. Überall wo ich hingekommen bin, waren die Menschen zu 99 Prozent offen, neugierig, freundlich und hilfsbereit. Ich glaube egal wann und wo sich zwei Fremde treffen, Menschlichkeit herrscht vor. Als ein Resultat dieser Aspekte, habe ich keine Angst mehr vor irgendetwas. Ich zögere nicht mehr einen Fremden anzusprechen. Und das beste: Ich denke nicht mehr, dass das Leben ein Rennen ist. Ich habe keine Angst mehr, dass ich keine Ziele vor dem Tod erreiche. Ich bin 38 Jahre alt und nach dieser Reise fühlt sich alles was jetzt in der Zukunft kommt so an, als wäre es ein Bonus… Das ist wunderbar! Dieses Gefühl macht mich sehr ausgeglichen und sehr ruhig.

Welches Land hat Dich am meisten beeindruckt?

Das war möglicherweise Ruanda. Dieses Land hat mich wirklich erstaunt und lehrte mich viel über das Erbe der europäischen Kolonisation und dem Chaos, dass wir in Afrika hinterlassen haben (erfahre dazu hier mehr).

Aber am meisten sind es die Menschen, die sie auf so einer Reise überraschen. Ob schwarz oder weiß, Buddhist, Christ oder Moslem oder was für ein Etikett der Mensch auch verwendet. Menschen sind wundervoll und inspirierend – überall auf der Welt.

Was war der beste Rat den Du bekommen hast und von wem?

In Usbekistan traf ich einen Franzosen, der auf seinem Fahrrad um die Welt reiste. Er war vier Jahre unterwegs. Er rat mir, dass ich meine Ziele vergessen sollte und das, was ich mit dieser Reise erreichen wollte – sondern das ich den Moment leben sollte. Ich weiß das hört sich banal an aber es ist nicht so einfach sich jeden Tag wieder daran zu erinnern. Bewusstsein und Wertschätzung des Moments ist wichtig auf einer langen Reise.

Was war daran einmalig diese Reise mit einem Motorrad zu machen?

Du fühlst Dich mehr integriert wenn Du die Reise mit dem Motorrad unternimmst. Du fühlst heiße Temperaturen, den Wind, den Regen, den Schnee. Du riechst alles. Und das beste ist wenn Du in verlassenen Städten stoppst, bist du das Highlight für die Menschen. Es hilft viele neue Kontakte zu knüpfen, was ich liebe. Für diesen Zweck ist die GS deutlich ein Gewinn. Menschen weltweit lieben dieses Motorrad und es hilft schnell mit Menschen in Kontakt zu kommen.

Wie wichtig war es das Abenteuer mit der Welt zu teilen?

Es war sehr wichtig für mich und ist es noch immer. Ich wollte einen neuen Blick auf die Welt – denn die Welt ist wesentlich mehr und besser als die Nachrichten uns das erzählen. Und das ist exakt das, was ich erlebt habe. Ich möchte die Geschichten erzählen. Denn ich denke wir alle können einen breiteren und weiteren Blick auf die Welt gebrauchen. Daher sehe ich meine Arbeit noch nicht als getan an. Sogar mehr, ich denke sie hat gerade erst begonnen. Da sind immer noch viele Blogposts offen, die ich schreiben möchte. Außerdem arbeite ich gerade an Fotos und Videos, die auf den BMW Motorrad Days in Garmisch-Partenkirchen und auf anderen Events gezeigt werden. Und ich denke darüber nach ein Buch mit vielen Fotos zu schreiben.

Wie gut sind Deine Fahrkünste jetzt im Vergleich zu vor Deiner Reise?

Wie alles im Leben – der beste Weg um in etwas besser zu werden, ist durch Übung. Ich denke du hörst nie auf zu lernen wie man ein Motorrad am besten fährt. Du wirst besser mit jedem Kilometer, sogar noch nach 100.000! Also würde ich definitiv sagen, dass meine Fahrkünste sich sehr verbessert haben. Es gibt manche Strecken, die ich jetzt kinderleicht runterfahren würde, die ich mir vor zwei Jahren nie zugetraut hätte. Ich fühle mich sicherer.

Hat Dich der Trip mehr Geld gekostet als Du erwartet hast? Oder weniger?

Ich habe ganz gut geplant, etwas um die 40.000 EUR. Das meiste ging für Frachtkosten und Benzin drauf. Wichtig ist es zu erwähnen, dass ich weniger verbraucht habe als ich normalerweise zu Hause verbraucht hätte, bevor ich fortgegangen bin.

Irgendetwas das Du bereust?

Nein, nicht wirklich. Ich hätte gern mehr gesehen, aber es ist gut etwas übrig zu haben für neue Pläne!

Hattest Du nie Heimweh?

Ja hatte ich. Ich habe gelernt zu akzeptieren, dass dieses Gefühl Teil der Erfahrung ist. Es sind die persönlichen Dinge, die ich vermisst habe: Ein permanentes Zuhause, das Essen mit dem ich aufgewachsen bin, lachen mit den Kollegen, mit Freunden zum Fußballstadion gehen, neben meiner Freundin einschlafen. Es ist wahr, dass du dein Zuhause mehr zu würdigen weißt, wenn du es einmal verlassen hast. Allerdings habe ich auf der Straße auch herausgefunden, wie man die simplen Dinge im Leben schätzen lernt – und ich habe gelernt, dass ich nichts Materielles von zuhause vermisse. Jetzt, da ich wieder da bin, denke ich, dass ich auch sehr gut nur mit den Dingen auf meinem Motorrad leben könnte.

Wo bist Du nicht hingegangen, wärst es aber gerne?

Zentralamerika und den Norden von Südamerika (besonders Kolumbien), sowie Patagonien in Westafrika, Russland, Mongolei, Irak, Pakistan und Australien. Es gibt so viele Orte von denen ich gute Reisegeschichten gehört habe.

Was kannst Du empfehlen für eine grundlegende Ausstattung?

Ich denke es gibt zwei wichtige Regeln, die du bei deiner Gepäckliste beachten solltest. Die Erste ist zu lieben was du benutzt! Ich rede von den alltäglichen Gegenständen: Deine Klamotten, Montur, Campingzeug, Kamera und natürlich dein Motorrad. Die zweite Empfehlung ist persönliche Sachen mitzunehmen, die leicht zu tragen sind. So etwas wie Lieblingsfilme und E-Books, Fotos von Zuhause, Briefe von Freunden, Musik die du schon tausend Mal gehört hast. Ich weiß es klingt vielleicht blöd einen Film zugucken wenn du in einem Land ist, in dem es so viel zu entdecken gibt. Aber wenn du lange Zeit auf Reisen bist, kommt der Moment, in dem du gerne allein sein möchtest. Musik, Filme und Bücher helfen dir, mit der Situation besser umzugehen. Du kannst fast alles deiner Ausrüstung überall auf der Welt bekommen, nur persönliche Stücke sind schwerer zu bekommen, bist du einmal unterwegs.

Wie hat Dein Computer die Reise überstanden?

Ich habe ein Apple MacBook zum Schreiben benutzt, aber auch zum Bearbeiten von Fotos und Filmen. Manchmal, wenn ich über einen holprigen Schotterweg gefahren bin oder einen Unfall hatte, dachte ich es würde kaputt gehen. Ich kann mich sogar an ein Mal erinnern, als mein Gepäckstück mit dem MacBook runtergefallen ist, als ich durch ein großes Schlagloch gefahren bin. Es ist über die Straße gerollt wie ein riesiger Würfel. Selbst danach hat der Laptop noch funktioniert.

Was war das Erste was Du gemacht hast, als du wieder Zuhause warst?

Ehrlich gesagt war das Erste was ich gemacht habe eine Stadtführung in einem Bus! Meine Freundin und Freunde haben das organisiert. Was für eine tolle Idee mich in meiner Heimatstadt München willkommen zu heißen.

Wirst du ein Buch über Deine Reise schreiben?

Ich arbeite an einer Präsentation mit Bildern und Filmen und vielen Geschichten. Ich habe bereits ein paar Anfragen, was ziemlich cool ist. Außerdem denke ich über einen Bildband nach mit Kurzgeschichten darin. Ich muss schauen was es da für Möglichkeiten gibt, aber das ist nicht meine oberste Priorität. Ich möchte lieber vor Menschen über meine Erfahrungen sprechen. Ich denke das liegt daran, dass ich in der Werbung arbeite und für lange Zeit Geschichten verkauft habe. Doch jetzt sind die Geschichten real und von Bedeutung.

Ist Dein alter Job immer noch zu haben?

Nein ist er nicht, aber ich halte Kontakt zu meiner alten Firma und einigen weiteren Geschäftskontakten. Die Meetings waren bisher sehr vielversprechend. Im Moment bin ich zuversichtlich, dass sich etwas auftun wird. Diese Reise hat etwas Wertvolles zu meinem Leben hinzugefügt, aber auch zu meinem Lebenslauf.

Welchen Rat würdest Du anderen geben, die so eine ähnliche Reise machen wollen, sich aber von Arbeit, Familie und Schulden unter Druck gesetzt fühlen?

Die Wochen bevor ich losgefahren bin, war ich sehr nervös. Manchmal war ich sehr am zweifeln, ob ich die Reise überhaupt antreten sollte. Ich habe den fantastischen Job gekündigt, den ich schon seit Jahren gemacht habe. Ich habe meine Versicherung gekündigt, meine Wohnung aufgegeben, hatte fast alles verkauft oder weggeworfen was ich besaß. Ich habe mein Leben geliebt, aber ich war drauf und dran alles auf den Kopf zu stellen. Es hat mich in den Wahnsinn getrieben.

Heute weiß ich, warum ich mich so gefühlt habe. Wenn ich zurückblicke, war die härteste Entscheidung meiner Reise die, sie zu machen. Am Ende geht es nicht darum, ein Ziel zu erreichen. Es geht nicht darum, die härtesten Strecken zu bewältigen, sich mit Fremden zu unterhalten ohne die gemeinsame Sprache zu sprechen, eine Liste an Ländern und Sehenswürdigkeiten abzuhaken die du gerne sehen würdest oder darum, mit einem Motorrad die Welt zu umrunden. Es geht darum loszufahren, und alles hinter sich zu lassen.

Geht es einmal los, ist es ein wunderbares Abenteuer. Deinem Leben den Raum zu geben etwas völlig Neues zu erfahren, etwas komplett Unbekanntes. Zu begreifen was du und andere Menschen imstande sind zu leisten, wird dir die Augen öffnen. Es wird dich zu einem viel positiveren Menschen machen. Mein Rat ist es, deine Komfortzone zu verlassen und mehr über dich selbst zu lernen und über die wundervolle Welt in der wir leben.

ENGLISH:

Interview: Living the dream, GS style

BMW Motorrad and I have been connected for business reasons for many years, and you can say that the Bavarian car and motorcycle manufacturer is somehow responsible that I made my rider’s license in 2010. After having returned back, BMW made another interview about my experiences.

Interview by Andy Dukes for BMW Motorrad

Having worked with BMW Motorrad on many brand campaigns, Rolf Lange was inspired to ‘Make Life a Ride’ for real. He quit his job, packed his panniers and in July 2014, set off in an easterly direction from Munich. One-and-a-half years, five continents and over 65,000 kilometres later, he returned home a changed man. In this two-part interview, Rolf explains why each and every one of us should consider a Big Trip…

How many months were you away and how many kilometres did you travel?

In total it was 505 days, so that’s 16 and a half months – and 65,203 km.

Are you glad to finally be back in Europe?

Yes, but now I see things I wasn’t aware of before. The quality of the infrastructure is remarkable. There are fuel stations anywhere. Supermarkets are huge with an impressive choice of products – when I stand in front of a shelf I catch myself asking why do we need 20 different brands of toothpaste?

How is the R 1200 GS after this journey?

Very, very good. I am not getting paid for this answer. This motorcycle is so reliable. I took it up to 5,250 metres, rode it from -5 to 47 degrees Celsius, filled it up with very poor quality fuel, had some crashes and drops. It has now 78,000 km, which is some going for a 2013 model. It’s still running and I still love to ride it.

What item didn’t you take with you that you wish you had?

Next time I’ll bring my girlfriend.

You started out with your friend Joe, how long did you ride together?

We rode together for nine-and-a-half months. He had to end the journey for personal reasons. It has nothing to do with us getting bored of each other, having a fight or something like this. He changed his plans, and that was totally OK for me. We are both happy, and that is the most important thing.

How did the experience of the journey change when you continued alone?

I could write a book about this. Travelling alone is really different compared to travelling with your best buddy. It is a lot more intense. I realised that I am totally depending on myself. I am the only one who is responsible for the situations I am in – the good ones and the not so good ones. There is nobody else I can blame. Adventure is all about leaving your comfort zone. When travelling alone, none of that comfort zone is left. You are in a learning mode permanently. I became more balanced, more open-minded. I became very comfortable in making decisions. I also became more confident. I met a lot more people when I was travelling alone. I realised that I could handle all these encounters easily, and that I was doing well being the only ‘foreigner’.

How has this trip changed you?

I am a lot more confident than before, because I handled situations that I thought I would not be able to handle so easily. I realised what I am capable of – not only in riding terms, but also in terms of travelling alone for such a long time. I also have a lot more confidence in people, in humanity in general. Wherever I was, 99% of the people were open-minded, curious, friendly and helpful. I believe wherever and whenever two strangers without agenda meet, humanity will prevail. As a result of both aspects, I don’t fear anything anymore. I am not afraid to travel to any part of the world. I don’t hesitate to talk to any stranger. And the best: I don’t think that life is a race anymore. I don’t fear that I will miss any goals before I die. I am 38 years old, and right now it feels like everything that is coming in the future is a bonus. That is wonderful! This feeling makes me very balanced, very calm.

Which country left the biggest impression?

It would probably be Rwanda, a country that truly amazed me and taught me a lot about the heritage of the European colonisation and the mess we left in Africa (see why here: thisworldahead.com/2015/10/21/rwanda-africas-rising-star/. But it’s the people who surprise you most when doing such a trip. Whether black or white, Buddhist, Christian or Muslim or whatever label you want to use, people are wonderful and inspiring, all over the world. There is no reason to be generally afraid of any person out there. I think this is the most important learning.

What was the best piece of advice you received, and from whom?

In Uzbekistan, I met a French guy who was travelling around the world on his bicycle and he had been on the road for four years. He told me that I should forget about the goals I wanted to achieve on this journey – that I should live in the moment. I know this sounds trite, but it is not that easy to remind yourself of it everyday. Awareness and appreciation of the moment is very important on a long journey.

What has been unique about doing this journey by motorcycle?

You feel more integrated into your surroundings when you travel by motorcycle. You feel hot temperatures, the wind, the rain, the snow. You smell everything. And the best is when you stop in abandoned villages, you are the highlight for the people. It helps you a lot to connect, which I loved to do. For this purpose the GS is clearly a winner! People from all around the world love this motorcycle and it helps you to get in touch with them easily. Before I left some people said that riding around the world with a new, shiny GS might be a problem, because people will be jealous. In most cases it was exactly the opposite, as they have huge respect and admiration, in a very positive way. They want to know everything about it.

How important was it to share your adventure with the world?

It was very important to me, and it still is. I wanted to widen my perspective and to form my own picture of this world – because I thought that the world is more and better than the news tell us. And this is exactly what I experienced. It is absolutely something I want to share! I want to tell the stories! Because I think we all could need a wider and brighter view of this world.

Therefore, I don’t consider my work as done. Even more, I think it has just begun: There are still a lot of blogposts I want to write. And most importantly, I am working on a photo and video based talk that will also be featured at the BMW Motorrad Days in Garmisch this year and some other events. And I am thinking about writing a book with lots of photos.

How are your riding skills now, compared to when you started?

Like everything in life, the best way to get better at something is by practising. I think you never stop learning how to ride a motorcycle. You get better with every kilometre, even after 100,000 of them! So I would definitely say that my riding skills improved a lot. There are some tracks I would go down easily now, which I would not have thought of riding two years ago. I feel safer.

Has the trip cost more money – or less – than you anticipated?

It has pretty much cost what I budgeted, roundabout 40,000 Euros. Most of the budget went to cargo and fuel. Most importantly, it was less than I used to spend at home in the same amount of time before I left.

Any regrets?

No not really. I would have loved to see more, but it is good to have something left for new plans!

Did you ever get homesick?

Yes I did. I learned to accept that this feeling was part of the experience. It was the personal things I missed most: a permanent home, the food I grew up with, laughing with colleagues, going to the football stadium with my friends, falling asleep next to my girlfriend. It is true that you learn to appreciate home when you leave it. But on the road I also found how to appreciate the simple things in life – and I learned that I did not miss anything material from home. Now after being back, I think I could go on living with just the stuff that was packed on my motorcycle.

Where didn’t you go that you wished you had?

Central America and the north of South America (especially Columbia), also Patagonia. West Africa. Russia, Mongolia. Iraq and Pakistan. Australia. There are so many places I have heard good travel stories from. I will be back on the road for sure.

What recommendations do you have for essential kit?

I think there are two important rules you should consider when making your pack list. The first is to love what you use! I am talking about the everyday things: your clothes, gear, camping stuff, camera, and of course your motorcycle. The second recommendation is to bring some personal stuff that is easy to carry, such as favourite movies and e-books, photos from home, letters from friends, music that you have listened to a thousand times. I know it may sound stupid to watch a movie when you are in a foreign country where there is so much to discover, but when travelling for a long time, you will have moments where you just want to be on your own. Music, movies and books will help you to arrange that situation a little bit better. You can get nearly every piece of equipment anywhere in the world, but the personal things are harder to get once you are on the road.

How did your computer withstand the journey?

I used an Apple MacBook for writing but also for editing photos and movies. Sometimes, when I was on a hard dirt track or I when had a crash, I thought it would break. I even remember how the pannier with my MacBook fell off because of a big pothole. It was rolling like a huge dice on the street. Even after that, the laptop was still working.

What was the first thing you did when you arrived home?

The first thing I actually did was a guided city tour in a bus! My girlfriend and friends organised this. What a wonderful idea to welcome me back to my hometown of Munich!

Are you going to write a book about the journey?

I am working on a presentation, based on photos and videos with lots of stories. I already have some requests, which is pretty cool. And I am thinking about a photo book, also with short stories. I have to check out the options, but this is not my first priority. Talking in front of people about my experiences is actually the thing I want to do. I think this is because I was working in advertising and selling stories for a long time. But now, these stories are real and substantial.

Is your old job still open?

No it is not, but I am in contact with my old company and some other business contacts. The meetings have been very promising so far. Right now I am very confident that it will work out well. This journey has not only added something precious to my life, but also to my CV.

What advice would you give others who want to do a similar trip, but feel bound by the pressures of work, family and mortgages?

The weeks before I left I was pretty nervous. Sometimes I was seriously struggling with my decision to go on this trip. I had quit the fantastic job that I had been doing for years, had cancelled life insurances, had left my apartment, had sold or thrown away nearly everything I had. I loved my life – but I was about to turn it upside down. It was driving me crazy.

Today I know why I felt that way. When I look back, the hardest part of my journey was to make the decision to do it. In the end it is not about reaching a goal. It is not about riding the toughest tracks, talking to total strangers without even having a common language, checking a list of countries or sights you want to visit or about riding around the world on a motorcycle. It is about leaving.

Once you start it is a wonderful adventure. Giving your life the space to experience something really new – something totally unknown – and realizing what you and people all around the world are capable of, will open your eyes. It will make you a more positive thinking human being. My advice is to get out of your comfort zone and start learning about yourself and this wonderful world we are living in.

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