Once Around The Globe: Navigating With OpenStreetMap.

(in Englisch and German, scroll for German)

First things first: I love real maps. Paper maps. A poster on the wall, an atlas on the shelf or a fold-out map in my tank bag; it makes no difference. I enjoy perusing the numerous details on a map. I even learned to navigate using a map and compass as a child. What point am I trying to make? There are a few people out there who believe that a true motorcyclist should only travel with paper maps. If that is how you want to travel, go right ahead… on my world tour, I use a sat nav.

An unbeatable feature: the control wheel.

There are two crucial reasons why I travel with the BMW Navigator V: I was already familiar with the functions and menus of Garmin devices, and route planning on the BMW GS has an almost unbeatable feature – the control wheel on the left handle grip. With the control wheel you can zoom in and out of the map on the sat nav, switch to the compass and scroll through the menu, skipping waypoints or saving important points, all without taking your hand off the handle bar. This is absolutely invaluable, especially in challenging situations such as dense traffic in Buenos Aires. After almost 50,000 km, I don’t want to be without it.

The default map is limited to Europe.

The maps are, of course, the most important thing. As the sat nav comes with European maps as standard, you have to update it manually. But how can you find sat nav maps of the most exotic countries in the world? The answer: OpenStreetMap.

Free and easy to install.

OpenStreetMap (OSM) is a project which fascinates me: with the goal of making all knowledge freely available on the Internet, people all around the world have created digital maps of the world and made them available to download. Free of charge. They are easy to install: download the maps you want from the website and place the files on the SD card of your sat nav (there are files for Garmin as well as for TomTom). You can activate the files in the settings of the sat nav. And just like that, you have a map of Kyrgyzstan that can be used to calculate routes. Or Laos. Or Bolivia. And the quality is incredibly high.

OSM sometimes even beats Google Maps.

The level of detail is impressive: almost every road is mapped and some points of interest such as petrol stations, hotels and cash machines are also marked – the number of points of interest varies from country to country. The route planner works almost flawlessly and sometimes you can even plot off-road routes which would not work in Google Maps – because Google Maps does not recognise them as roads at all. This way, you can plan some beautiful trips into the countryside.

There are a few minor issues.

Obviously, you should never look a gift horse in the mouth. But in the interests of objectivity, I will not omit to mention a couple of smaller, easily overcome weaknesses:

  • On some maps, the level of detail leaves a little to be desired. This tends to happen in extremely exotic regions such as Bihar in India. It gives you a good opportunity to ask a local for directions, which is something you should do every morning anyway. No one knows a region better than the people who live there.
  • There were technical problems with the New Zealand map pack: a couple of locations were missing and zooming sometimes caused the sat nav to freeze. This is not really a problem in New Zealand as all the signs are in English and thus comprehensible.
  • But in South American cities, the map often fails to realise that almost every road is one-way; if this does happen, the route will not work. If you think it through and use your head to navigate, you can solve the problem.

Thanks, OpenStreetMap!

It’s not really bad. Even if the free, open-source maps sometimes fail to deliver a solution, I am more than happy to have an additional real paper map in my tank bag. Especially here in Africa. It is there as a back-up, and because I like reading maps.

But the sat nav remains my main orientation tool as the advantages it provides are so useful. If you have driven on high Tibetan roads with signs in Sanskrit or in cities with dense traffic like Bangkok, you will know how helpful a sat nav can be.

And you can travel around the world with it. Thanks to OpenStreetMap.

Links:
Download OpenStreetMap for Garmin: http://garmin.openstreetmap.nl
Manual: http://wiki.openstreetmap.org/wiki/EN:OSM_Map_On_Garmin/Download


 

DEUTSCH:

Einmal um den Globus:
Navigieren mit OpenStreetMap.

Eines gleich vorab: Ich liebe echte Karten. Die aus Papier. Egal ob als Poster an der Wand, Atlas im Regal oder Faltkarte auf dem Tankrucksack. Es macht mir Freude mich mit den zahlreichen Details auf einer Karte beschäftigen. Und ich habe bereits als Kind gelernt mit Karte und Kompass zu navigieren. Warum ich das betone? Nun, es gibt einige Wenige da draußen, die der Meinung sind dass echte Motorradfahrer nur mit Papierkarten unterwegs sind. Nun gut, wenn das euer Kriterium ist…ich benutze auf meiner Weltreise ein Navigationsgerät.

Ein unschlagbares Feature: Das Einstellrad.

Ich fahre mit dem BMW Navigator V, und das hat zwei entscheidende Gründe: Zum einem war ich bereits vorher mit der Funktionsweise und den Menüs von Garmin-Geräten vertraut, und zum anderen bietet die Navigationsvorbereitung in der BMW GS ein nahezu unschlagbares Feature: Das Einstellrad am linken Lenkergriff. Damit lässt sich die Karte auf dem Gerät ein- und auszoomen, zum Kompass wechseln und durchs Menü scrollen und beispielsweise Wegpunkte überspringen oder wichtige Punkte speichern – alles ohne die Hand vom Lenker zu nehmen. Vor allem in herausfordernden Situationen wie beispielsweise dichtem Stadtverkehr in Buenos Aires eine absolute Bereicherung. Nach fast 50.000 km möchte ich es nicht mehr missen.

Der Standard geht über Europa nicht hinaus.

Am wichtigsten sind natürlich die Karten. Da der Navigator standardmäßig mit europäischen Karten ausgeliefert wird ist manuelle Aufrüstung gefragt. Doch wie bekommt man Karten für die noch so exotischsten Länder auf dieser Welt auf sein Navigationsgerät? Die Antwort: OpenStreetMap.

Kostenlos verfügbar, schnell installiert.

OpenStreetMap (OSM) ist ein Projekt das mich fasziniert: Menschen aus aller Welt zeichnen die Welt digital nach, ganz im Sinne der freien Verfügbarkeit allen Wissens im Internet, und stellen die Karten zum Download zur Verfügung. Kostenlos. Die Installation ist denkbar einfach: Man lädt sich die gewünschten Karten auf dem Portal herunter und legt die Dateien auf der SD-Karte des Navigationsgerätes ab (dabei gibt es Dateien für Garmin als auch für TomTom). In den Geräteeinstellungen lassen sich die Dateien aktivieren. Und schon hat man routenfähige Navigation für Kirgistan. Oder Laos. Oder Bolivien. Und die Qualität ist erstaunlich hoch.

OSM schlägt teilweise sogar Google Maps.

Die Detailtreue ist beeindruckend: Fast jede Straße ist eingezeichnet, auch einige POI (Points of Interests) wie Tankstellen, Unterkünfte und Geldautomaten sind vorhanden – je nach Land mal mehr, mal weniger. Die Navigationsführung klappt nahezu einwandfrei, und teilweise lassen sich auch Offroadstrecken planen die bei Google Maps nicht routenfähig sind – weil sie dort gar nicht als Straße gekennzeichnet sind. So lassen sich sehr schöne Ausflüge in die Natur planen.

Kleinere Herausforderungen gehören dazu.

Klar, einem geschenkten Gaul schaut man nicht ins Maul. Doch auf ein paar kleinere, absolut verkraftbare Schwächen sei der Vollständigkeit halber hingewiesen:

  • Es gibt durchaus Karten, bei denen die Detailtreue etwas nachlässt. Dies zeigt sich in extrem exotischen Regionen wie z.B. in Bihar, Indien. Eine schöne Gelegenheit einen Einheimischen nach dem Weg zu fragen, was man sowieso jeden Morgen tun sollte. Niemand kennt die Region besser als die Menschen, die dort leben.
  • Das Kartenpaket für Neuseeland hatte technische Probleme: Es fehlten ein paar einzelne Flecken, und zoomen konnte das Gerät auch mal zum Einfrieren bringen. Ist in Neuseeland nicht wirklich ein Problem, hier ist sowieso alles in verständlichem Englisch beschildert.
  • Gerade in südamerikanischen Städten, in denen die Verkehrsführung fast nur aus Einbahnstraßen besteht, fehlt dieser Hinweis oft; die Route stimmt dann natürlich nicht. Mitdenken und aus dem Kopf navigieren löst das Problem.

Danke, OpenStreetMaps!

Schlimm ist das alles nicht. Auch wenn die kostenlosen, frei verwendbaren Karten mal keine Lösung bieten, habe ich gerne eine zusätzliche, echte Papierkarte auf dem Tankrucksack. Gerade hier in Afrika. Als Backup, und weil ich gerne Karten lese.

Doch mein wichtigster Orientierungspunkt bleibt das Navigationsgerät, denn die Vorteile überwiegen bei weitem. Spätestens wer auf tibetischen Hochstraßen mit Beschilderung in Sanskrit oder engen Städten wie Bangkok unterwegs ist, weiß wie hilfreich ein Navi sein kann.

Und um die Welt lässt sich damit auch fahren. Dank OpenStreetMap.

Links:
Download OpenStreetMap für Garmin: http://garmin.openstreetmap.nl
Anleitung: http://wiki.openstreetmap.org/wiki/DE:OSM_Map_On_Garmin/Download

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