En route: The in-between places

(by Joe, in English and German) When we started planning the route for this trip, we were especially looking at interesting cities and sights we wanted to see in the countries we were planning to visit. We could literally put dots on our world map with these places and draw lines in between. Being in Istanbul or Lhasa or Angkor Wat was what we were really looking forward to before the trip. The dots were our main focus, but it turned out the lines are amazingly fascinating.

I realized that a major advantage, when doing a long motorcycle trip, is that you get to experience places away from all the tourism. You find yourself in areas that few other people travel to, due to the lack of any popular sights. It is even difficult to imagine beforehand what it is going to be like there. So you get there with little to no expectations and often you get surprised by a multitude of picturesque landscapes, which leave you at awe. It’s like being dragged into a great movie, you know nothing about. Just much better, because this is reality.

There are too many examples to list them all. To me it seems that just about every country we’ve been to left me speechless in this regard at some point. Memorable examples include crossing the mountain ranges in East Turkey and West Iran, riding on deserted dirt tracks in the mountains of Kyrgyzstan and making the decent from the high plateau of Tibet into Nepal. Some of them we feature as „must ride“ on our blog as the riding experience is phenomenal. For me this is particularly due to the breathtaking landscape along these amazing roads.

In addition the people there, seemingly not corrupted by tourism, appear so much more open and friendly. They approach you with the utmost excitement and even in case there is no mutual language to converse with each other, these encounters are much more cheerful and memorable than any you have in the tourist strongholds. Just recently, for example, I had a puncture on a dirt road in Laos. While I was fixing the tire a small tractor with a bunch of people on the back stopped next to me. It was very hot and they offered me something to drink out of a plastic bottle. When I took a sip, I realized it was hard liquor. I must have looked very surprised as they all started laughing. I joined in and handed back the bottle.

Or earlier in Myanmar Rolf and I decided to take a break in a small village. The people there apparently had never seen anything like us. I imagine to the people there we must have looked like astronauts in our riding gear. Initially they kept their distance, but after the helmets were off they ventured closer. There was a lot of laughter when a woman stood next to me and signaled to everyone around how much taller I was in comparison. When she saw that I have hair on my arms everyone laughed even harder. We only spent 20 minutes there but it is a memory I will always cherish.

It’s times like these when I realize how fortunate I am to be able to do this trip and what a great decision it was to embark on this journey. I have been looking forward to seeing a lot of places on our route and those we’ve been to, I have really enjoyed discovering. But one of the things that has given me the most joy so far has been the experiences along the lines, the unexpected wonders of the places in between.

DEUTSCH:

En route: Die Orte dazwischen

(Joe) Als wir mit der Routenplanung für diese Reise begannen, legten wir besonderes Augenmerk auf interessante Städten und Sehenswürdigkeiten, die wir in den Länder auf unserem Trip sehen wollten. Wir hätten buchstäblich Punkte mit diesen Orten auf unserer Weltkarte einzeichnen und diese mit Linien verbinden können. In Istanbul oder Lhasa oder Angkor Wat zu sein, war auf was wir uns vor der Reise am meisten freuten. Die Punkte waren unser Schwerpunkt, aber es stellte sich heraus, die Linien erstaunlich faszinierend sind.

Ich erkannte, dass ein großer Vorteil einer langen Motorradtour ist, dass man Orte erlebt, die fern von allem Tourismus sind. Man findet sich an Plätzen wieder, die nur wenige andere Menschen bereisen, da es dort an bekannten Sehenswürdigkeiten mangelt. Es ist sogar schwierig sich im Voraus vorzustellen, wie es dort aussehen könnte. So kommt man dort mit wenigen bis gar keinen Erwartungen an und wird oft von einer Vielzahl von malerischen Landschaften überrascht, die einen in Staunen versetzen. Es ist wie in einen großartigen Film mitgenommen zu werden, über den man nichts weiß. Nur einfach viel besser, denn dies ist die Realität.

Es gibt zu viele Beispiele, um sie alle hier aufzuzählen. Es scheint mir so, als würde jedes Land, in dem wir bislang waren, mich in dieser Hinsicht zu einem bestimmten Zeitpunkt überwältigen. Denkwürdige Beispiele sind die Überquerung der Gebirgszüge in Ost-Türkei und West-Iran, das Fahren auf einsamen Schotterwegen in den Bergen von Kirgisistan und die Abfahrt von der Hochebene von Tibet nach Nepal. Einige dieser Regionen und Straßen erwähnen wir auf unserem Blog in einem „Must Ride“-Artikel, da das Fahrerlebnis phänomenal ist. Für mich hat das im Speziellen mit den atemberaubenden Landschaften entlang dieser fantastischen Straßen zu tun.

Darüber hinaus wirken die Menschen dort, scheinbar nicht vom Tourismus verdorben, so viel mehr offen und freundlich. Sie begegnen einem mit gefühlt größtmöglicher Begeisterung und auch im Falle keiner gemeinsame Sprache sind diese Begegnungen viel fröhlicher und unvergesslicher, als die in einer der Touristenhochburgen. Erst vor kurzem, zum Beispiel, hatte ich einen Reifenschaden auf einem Schotterweg in Laos. Während ich mich um die Reparatur des Reifens kümmerte, hielt ein kleiner Traktor mit einer Gruppe von Leuten auf der Ladefläche neben mir. Es war sehr heiß und sie boten mir etwas zu trinken aus einer Plastikflasche an. Als ich einen Schluck daraus nahm, bemerkte ich, dass es hochprozentiger Schnaps war. Ich muss sehr überrascht geschaut haben, da sie alle zu lachen begannen. Ich tat das gleiche und reichte die Flasche zurück.

Oder zu einem früheren Zeitpunkt in Myanmar beschlossen Rolf und ich eine Pause in einem kleinen Dorf zu machen. Die Menschen dort hatten offensichtlich noch nie etwas wie uns gesehen. Ich stelle mir vor, daß wir für die Menschen dort in unserer Motorradkleidung wie Astronauten ausgesehen haben müssen. Die anfängliche Wahrung von Distanz verflog aber schnell nachdem wir unsere Helme abgesetzt hatten und sie wagten sich näher. Es wurde viel gelacht, als eine Frau sich neben mich stellte und dem Rest der Leute mit der Hand deutete wie viel größer ich im Vergleich war. Als sie zudem auf die Behaarung meiner Armen deutete lachten alle noch lauter. Wir verbrachten dort nur 20 Minuten, aber es ist eine Erinnerung, die ich so schnell nicht vergessen werden.

Es sind solche Momente, wenn mir klar wird, was für ein Glück ich habe diese Reise machen zu können und was für eine großartige Entscheidung es war, dies auch zu tun. Ich habe mich darauf gefreut viele der Orte auf unserem Weg kennenzulernen und die, die wir bislang gesehen haben, habe ich sehr genossen. Aber eines der Dinge, das mir bisher am meisten Freude gebracht hat, sind die Erfahrungen, die ich entlang der Linien gemacht habe, die unerwarteten Wunder der Orte dazwischen.

Ein Eintrag zu „En route: The in-between places

  • Hey Jungs, haben euch heute nachmittag auf dem Parkplatz vor Angkor Wat angesprochen. Wünschen euch noch ganz viele weitere magische Momente auf eurer Tour und werden ab jetzt euren Blog oder die Facebook Einträge weiter verfolgen. Herzliche Grüsse aus Siem Reap – wir fahren morgen weiter nach Vietnam. Servus – Karin & Gerhard

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