ALMATY: Back in the west

(Joe, in English and German) The former capital is the largest city in Kazakhstan and supposedly the first place in the world to have apples (alma is Russian for apples). Often referred to as the most western city in the Stans, we were exited to get there as we had not had the pleasure of European amenities for some time. While not directly on our route to the Chinese border, we took this detour because we had ordered two sets of motorcycle tires and brake pads at a recommended motorcycle repair shop (MCC Motors). The last possibility to get these much needed parts before heading into China.

The route to our hotel gave us our first impression of the city and especially the people living in it. They love driving cars around the rectangular grid of their city. It feels like there is a 24/7 rush hour. With about 1.4 million citizens and 1 million cars there is always enough traffic on the road to cause massive congestion on almost any street in the city. And those who do not have a car use the rather unique taxi system. You just stretch out your arm and the next car stops, willing to take you anywhere in the city for just a few bucks.

Our first full day in Almaty was dedicated to exploring the city. With expectations of spectacular sights fueled by recent visits to famous Silk Road cities, we set out on a walking tour through the city center recommended by the Lonely Planet. The disappointed manifested itself early as I discovered that there are very few memorable places to visit. But soon afterwards it gave way for the realization that the beauty of Almaty is of a different kind. This is not just another city packed with tourist attractions. It seems much more dedicated to a worthy living than to being visited. The multitude of parks we came across invited us to take a lengthy stroll inside them. Countless bars and restaurants offering outdoor seating inspiring to just sit down and spend the afternoon there. The towering mountains neighboring the city presented possibilities for outdoor activities like hiking and skiing. In contrast to the hectic roads, the city radiates a kind of peacefulness that feels relaxing.

Maybe the absence of unforgettable sights is also the reason why tourism has not quite caught up yet. The entertainment park on top of the highest point of the city (Kok Tobe mountain), seems to attract a lot more locals than tourists with its fairground rides and food options. But the city clearly aims to change this. Billboards everywhere are advertising the official application for the 2022 winter games. Plans to extend the nearby ski area to a size larger than most in Austria are currently being executed. Swanky shopping centers with designer stores ready to welcome foreign money have been build throughout the city. These are just a few attempts to lure in more visitors.

But the days following our sightseeing tour were much more dedicated to preparing for what’s ahead than finding the time to enjoy the pleasures of the city. Nonetheless every day there had it’s special moments. Spending time on our bikes with the staff from our motorcycle repair shop, finding imported products with German labels in the supermarket, or hanging out with new friends we’ve met there, to name a few. In the end it might have been the call of the road or the nearby mountains of Kyrgyzstan or the maybe the bleakness of our hostel courtyard, which gave me a feeling of relief when leaving the city. Almaty probably deserves a deeper look than we were able to venture. Maybe some day we will meet again.

DEUTSCH:

Almaty: Zurück im Westen

(Joe) Die ehemalige Hauptstadt ist die größte Stadt Kasachstans und angeblich der ersten Platz in der Welt, an dem es Äpfel gab (Alma ist Russisch für Äpfel). Oft als die westlichste Stadt in den Stans beschrieben, war unsere Begeisterung dorthin zu gelangen entsprechend groß, da wir schon seit einiger Zeit nicht in den Genuss europäischer Annehmlichkeiten gekommen waren. Zwar nicht direkt auf unserem Weg an die chinesische Grenze gelegen, nahmen wir diesen Umweg gern in Kauf, weil wir zwei Sätze Motorradreifen und Bremsbeläge bei einer uns empfohlenen Motorradwerkstatt (MCC Motors) bestellt hatten. Dies war die letzte Möglichkeit, diese dringend benötigten Teile zu bekommen, bevor wir nach China einreisten.

Der Weg zu unserem Hotel gab uns einen ersten Eindruck von der Stadt und vor allem den Menschen, die in ihr leben. Sie lieben das Autofahren auf den rechteckig zueinander verlaufenden Straßen ihrer Stadt. Gefühlt ist dort Tag und Nacht Hauptverkehrszeit. Mit rund 1,4 Millionen Bürger und 1 Million Autos gibt es immer genügend Verkehr auf den Straßen, um die gesamte Stadt mit massiven Staus zu blockieren. Und diejenigen, die nicht über ein Auto verfügen, bedienen sich eines ziemlich einzigartigen Taxi-Systems. Sie strecken an der Straße nur dem Arm raus und der nächste Wagen hält, bereitwillig sie für nur ein paar Dollar an jeden Punkt in der Stadt zu bringen.

Unseren ersten Tag in Almaty widmeten wir der Erkundung der Stadt. Mit der Erwartungshaltung mehr spektakuläre Sehenswürdigkeiten zu sehen, angeheizt durch die jüngsten Besuche berühmter Städte auf der Seidenstraße, starteten wir den von Lonely Planet empfohlenen Stadtrundgang durchs Zentrum. Die Enttäuschung setzte früh ein, als ich erkennen mußte, dass es nur sehr wenige erwähnenswerte Orte zu besuchen gab. Aber sie wurde bald danach von der Erkenntnis abgelöst, dass die Schönheit von Almaty von einer anderen Art ist. Dies ist nicht nur eine weitere Stadt vollgestopft mit Sehenswürdigkeiten. Almaty scheint viel mehr zu versuchen lebenswert zu sein als Besucher anzulocken. Die Vielzahl von Parks luden uns auf einen langen entspannten Spaziergang ein. Unzählige Bars und Restaurants mit Sitzgelegenheiten im Freien weckten die Lust in mir, mich einfach hinzusetzen, um den Nachmittag dort zu verbringen. Die angrenzenden hoch aufragenden Berge bieten Möglichkeiten für Outdoor-Aktivitäten wie Wandern und Skifahren. Im Gegensatz zu den hektischen Straßen, strahlt die Stadt eine Art von Ruhe, die entspannend wirkt.

Vielleicht ist das Fehlen von unvergesslichen Sehenswürdigkeiten auch der Grund, warum der Tourismus noch nicht wirklich Einzug gehalten hat. Der Vergnügungspark auf dem höchsten Punkt der Stadt (Kok Tobe Berg) mit den dort ansässigen Fahrgeschäften und Imbissständen, scheint viel mehr Einheimische als Touristen für sich zu gewinnen. Es wird aber auch schnell klar, dass die Stadt versucht diesen Umstand zu ändern. Werbetafeln überall weisen darauf hin, daß Almaty offizieller Kandidat für die olympischen Winterspiele 2022 ist. Pläne das nahe gelegene Skigebiet zu einer Größe zu erweitern, das die Meisten in Österreich in den Schatten stellt, werden derzeit ausgeführt. Protzige Einkaufszentren mit Designer-Läden, bereit ausländisches Geld willkommen zu heißen, sind in der ganzen Stadt verstreut. Dies sind nur ein paar Versuche, um mehr Besucher anzulocken.

Aber die Tage nach unserer Besichtigungstour waren viel mehr der Vorbereitung des uns Bevorstehenden gewidmet als die Freuden der Stadt zu genießen. Dennoch gab es jeden Tag besondere Momente. Zusammen mit der MCC Team in der Werkstadt an unseren Motorrädern zu tüfteln, importierte Produkte mit deutschen Etiketten im Supermarkt zu finden, oder mit neuen Freunden, die wir dort getroffen haben, Zeit zu verbringen, um nur einige zu nennen. Am Ende könnte es der Ruf der Straße oder der nahe gelegenen Berge von Kirgisistan gewesen sein oder vielleicht sogar die Trostlosigkeit des Hofes unserer Jugendherberge, welches mir ein Gefühl der Erleichterung beim Verlassen der Stadt gegeben hat. Almaty hätte sicherlich einen tieferen Einblick verdient. Vielleicht werden uns wir eines Tages dafür wieder sehen.

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