Along the way: Sleeping on the horse range.

(Rolf) By the time we eventually arrive, I’m so exhausted I can barely keep the motorcycle standing. Joe, who has parked in front of me, crumples over his handlebars. We are exhausted.

We didn’t think it would be so hard to find a hotel in the north of Iran. Google or the sat nav occasionally show one or two hotels in larger towns, but these are often closed. In this seldom-visited region, using the standard methods to find a bed for the night often comes to naught.

But then there’s Hossein. Hossein is sitting in his car as we, on the street, ask him for directions to a hotel. And once again we’re amazed by the helpfulness of Iranians. In broken English he tells us: ‚No hotel. There is a horse farm nearby, follow me.‘ He doesn’t mention that it’s another 100 km away. The country is large and for him, it’s a stone’s throw away. For us it’s a never-ending home stretch to a long, hot day.

Lilly, the horse whisperer.

The extra leg of our tour was more than worth it. It is a horse farm like you would find in a picture book. An American, Lilly, ran it for 45 years before she passed away a couple of years ago. Her grave can be found close to her old, very simple cabin. The single room is full of English books, from Dan Brown’s Da Vinci Code to the biography of Hilary Clinton. A small bed, a fireplace and a table are all she needed to live on. It’s as though she were still there. You can sense the bond when the Iranian farmhands speak of her open-hearted character.

And whereas the Turkmenian racehorses reared here are brimming with energy, we are allowed to stretch out our tired limbs in Lilly’s old home. It’s a real undiscovered treasure. It’s absolutely wonderful not to have a plan.

DEUTSCH:

Unterwegs:
Übernachten auf dem Pferdehof.

(Rolf) Als wir endlich ankommen bin ich so erschöpft dass ich das Motorrad kaum aufrecht halten kann. Joe, der vor mir geparkt hat sackt über seinem Lenker zusammen. Wir sind am Ende.

Wir hatten nicht damit gerechnet dass es so schwierig werden würde im Norden Irans ein Hotel zu finden. Google oder das Navi weisen zwar gelegentlich ein oder zwei Unterkünfte in größeren Städten aus, doch diese sind oft geschlossen. In diesem touristisch nicht erschlossenem Gebiet führt die Suche nach einem Dach über den Kopf mit den üblichen Methoden häufig ins Nichts.

Dann ist da Hossein. Hossein sitzt in seinem Auto als wir ihn auf der Straße nach dem Weg zu einem Hotel fragen. Und ein weiteres Mal werden wir von der Hilfsbereitschaft der Iraner überzeugt. Im gebrochenem Englisch erklärt er uns: „No Hotel. There is a horse farm nearby, follow me.“ Dass die Fahrt weitere 100 km dauert, sagt er nicht. Das Land ist groß, und für ihn mag das ein Katzensprung sein. Für uns ist es eine nicht enden wollende Zielgerade eines langen, heißen Tages.

Lilly, die Pferdezüchterin.

Doch die Extra-Tour hat sich mehr als gelohnt. Eine Pferdefarm wie aus einem Bilderbuch. Eine Amerikanerin, Lilly, hat diese 45 Jahre bewirtschaftet bis sie vor ein paar Jahren gestorben ist. Ihr Grab liegt unweit ihrer alten, sehr einfachen Hütte. Das einzige Zimmer ist voller englischer Bücher, von Dan Browns Da Vinci Code bis zur Biographie von Hillary Clinton. Ein kleines Bett, ein Kamin und ein Tisch ist alles, was sie zum Leben brauchte. Es wirkt so als wäre sie eben noch da gewesen. Man spürt die Verbundenheit, wenn die iranischen Hofarbeiter von ihrem offenherzigen Charakter erzählen.

Und während die turkmenischen Rennpferde, die hier gezüchtet werden, vor Kraft strotzen dürfen wir in Lillys alter Behausung unsere müden Glieder austrecken. Ein echter Geheimtipp. Es ist ganz wunderbar, keinen Plan zu haben.

 

Ein Eintrag zu „Along the way: Sleeping on the horse range.

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