UNITED STATES OF TURKEY: Traveling through Eastern Turkey

(Joe) On a sunny and hot day we were riding on a two lane highway stretching in a straight line towards the horizon. On both sides the land was trenched in golden colors from the dry gras. A large area enclosed by mountain ranges with few signs of civilization anywhere. After hours of riding through this lonesome landscape we reached a city. Modern strip malls greeted us from both sides. Behind them countless recently built apartment buildings reaching for the sky. Everything perfectly aligned to a grid layout. Irrigation turns the yellow colors into green. Large gas stations invite you to have a refill of gas for your bike or water for yourself. We resist the temptation and venture further. The land turns dryer and we speed along a salt lake which almost blinds us reflecting the sun from its white surface. We ride through canyons before climbing higher, going through moon-like landscapes and topping mountain passes.

What sounds like a perfect description of riding through the western states of the US, is actually an account of what we’ve experienced in eastern Turkey, far away from the coastlines. From Bursa to the border of Iran we covered 2000 kilometers (1250 miles) in 6 days through an area of Turkey which for the most part does not attract a whole lot of tourism. But in order to get to the next country you sometimes have to ride through places like this as well.

Fortunately, when you expect the least you will often be surprised and the Asian part of Turkey had quite a few highlights to offer. The ever changing landscape of Cappadokia surprised us with its unusual rock formations and it’s ancient cave dwellings inside canyons. We walked over the salty surface of Lake Tuz Gölü and rode along the winding shores of Lake Van Golu. The dry mountain areas close to the Iranian border took us to almost 3000m (9850 feet) through an area, that could not be more desolate, only to see life reappear a few miles after a mountain pass.

We were also rather surprised about the size of the cities we passed through. Even in the remotest areas there were rarely ever any small villages. Tens or hundreds of thousand people living in cities which you would imagine to be very small when looking at the location on a map. In between wide and uninhabited land.

While seemingly the only tourists, every day we saw plenty of license plates from Germany, the Netherlands and France. In the summer the Turks, who live in European states, take their luxury cars and their families to their birth places. We often bumped into them at gas stations, getting invited to a drink or getting a chance to exchange a few words. The latter was for the most part a difficulty in the cities we stayed overnight. However, even though most people there don’t speak anything but Turkish, the friendliness and hospitality of the people of Eastern Turkey has always made us feel welcome.

Having spent a considerable amount of time in the Western US, the similarities in Turkey were not difficult to spot. But fortunately, there were also enough differences to make crossing Eastern Turkey a memorable experience.

DEUTSCH:

Vereinigte Staaten der Türkei: Reisen durch die Osttürkei

(Joe) An einem sonnig-heißen Tag fuhren wir auf einer zweispurigen Autobahn, die sich gradlinig Richtung Horizont erstreckte. Auf beiden Straßenseiten leuchtete das Land vom trockenen Gras in goldgelben Farben. Eine große weite Ebene umgrenzt von Bergketten mit nur vereinzelten Zeichen von Zivilisation. Nach Stunden der Fahrt durch diese einsame Landschaft erreichten wir eine Stadt. Moderne Ladenzeilen grüßten uns von beiden Seiten. Dahinter streckten sich unzählige kürzlich fertiggestellte Apartmentkomplexe dem Himmel entgegen. Alles perfekt im Schachbrettmuster ausgelegt. Das Gras durch Bewässerung wieder in seine natürliche Farbe gebracht. Große Tankstellen, die einen dazu einluden wieder Benzin aufzutanken oder den Wasservorrat aufzustocken. Wir widerstanden der Versuchung und stiessen weiter vor. Die Landschaft wurde trockener und wir beschleunigten, geblendet von der reflektierenden Sonne auf einem Salzsee. Wir kamen durch Canyons und stiegen langsam höher, wo wir mondartige Landschaften durchquerten und Bergpässe bezwangen. 
Was sich wie eine genaue Beschreibung einer Fahrt durch den Westen der USA anhört, ist in Wahrheit eine Erzählung unser Erfahrungen im Osten der Türkei, weit abseits der Küstengebiete. Von Bursa bis zur Grenze des Irans haben wir innerhalb von 6 Tagen 2000 km zurückgelegt durch ein Gebiet, welches wenig Beachtung vom Tourismus erfährt. Aber um das nächste Land zu erreichen, muß man gelegentlich auch solche Gebiete durchqueren.

Zum Glück werden geringe Erwartungen oft übertroffen und so konnte die asiatische Seite der Türkei mit einer Reihe von Highlights aufwarten. Die sich kontinuierlich verändernde Landschaft von Kappadokien erstaunte uns mit ihren ungewöhnlichen Felsformationen und ihren Felsbehausungen innerhalb von Canyons. Wir liefen über die salzige Oberfläche des Tuz Gölü Sees und fuhren auf den kurvigen Straßen entlang des Van Golu Sees. Die trockene Bergregion an der Grenze zu Iran führte uns über einen fast 3000 m hohen Pass und durch ein Gebiet, welches nicht abgeschiedener und trostloser hätte wirken können, nur um uns wenig später in eine Region voller Leben zu entlassen.

Eine weitere Überraschung erfuhren wir durch die Größe der Städte entlang unsere Route. Sogar in den abgelegensten Regionen kamen wir seltenst durch kleine Dörfer. Zehn- bis Hunderttausende von Menschen, die in Städten leben, welche man sich beim Blick auf eine Landkarte als kleine Orte vorstellt. Dazwischen weites unbewohntes Land.

Obwohl wir gefühlt die einzigen Touristen waren, sahen wir doch jeden Tag ein Vielzahl von deutschen, holländischen und französischen Nummernschildern. Im Sommer bringen die Türken, die im Ausland leben, ihre Luxuskarossen und ihre Familien zu ihren Geburtsstätten. Zufällige Begegnungen an Tankstellen waren keine Seltenheit. Dort wurden wir zu Getränken eingeladen wurden und hatten die Möglichkeit ein paar Worte mit ihnen zu wechseln. Letzteres gestaltete sich eher als schwierig in den Städten, in denen wir übernachteten. Aber obwohl die meisten Menschen dort abgesehen von der Eigenen keiner anderen Sprache mächtig sind, hat uns die Freundlichkeit und die Gastfreundschaft, die wir dort erfuhren, stets das Gefühl gegeben willkommen zu sein.

Da ich nicht unerhebliche Zeit im Westen der USA verbracht habe, fielen mir die Ähnlichkeiten in der Türkei immer wieder leicht ins Auge. Glücklicherweise gab es aber auch genügend Unterschiede, welche die Durchquerung der Türkei zu einer unvergesslichen Erfahrung machen.

2 Einträge zu „UNITED STATES OF TURKEY: Traveling through Eastern Turkey

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s