How motorcycling can make traveling not only more exciting but also easier.

One of our most important issues at the moment is obtaining all visas and the entry permits for the motorcycles. While this may seem fairly easy for countries like Romania and Turkey, we also have states on our route, which are not exactly known as tourist magnets. Jumping through a lot of bureaucratic hoops becomes the norm, and one should better have a very thick skin to be prepared for all eventualities. Nothing is worse than a civil servant being trapped too deep in official regulations. But riding a motorcycle can sometimes help, as the following telephone conversation with an embassy employee shows.

Friday, during office hours. Dial tone. Someone answers.

The embassy employee, „Yes?“

Me: „Good day, sir. My name is Rolf Lange. My friend and I would like to travel by motorbike through your country soon. Which peculiarities should I consider when applying for a visa?“

„The visa section needs a valid passport and a letter detailing arrival and departure dates, as well as the itinerary.“

„All right, that’s no problem. How much time does the visa process approximately take? „

Silence. For a few seconds a very awkward silence.

„Mr. Lange, I have a question.“

„Yes, please.“

„Does your motorcycle have a drive shaft?“

„Yes.“

„Our roads are very dusty. A chain is not so good.“

Notwithstanding any provisions we have a subject at once. And one thing in common: Motorcycling! What follows is a conversation about motorcycles, road conditions and the aspirations of an embassy employee to return to his country in order to ride his bike there once again – far away from a strict and properly conducted conversation. And about 20 minutes later, I’m sure that motorcycling cannot only make traveling more exciting, but also easier:

„So concerning your visa, please send me the documents. I’m in charge of the visa office and therefore the application will appear on my desk. I’ll remember you and work on it personally. Takes about 10 days. No problem at all. „

Thank you, Mr. Ambassador. I’m looking forward to the dusty roads in your home country.

DEUTSCH:

Wie Motorradfahren Reisen nicht nur spannender, sondern auch leichter macht.

Eines unserer aktuell wichtigsten Themen ist die Beschaffung all der Visa und Einfuhrgenehmigungen für die Motorräder. Das mag für Länder wie Rumänien und die Türkei noch einfach erscheinen, doch auf unserer Route liegen eben auch Staaten, die nicht gerade als Touristenmagnet bekannt sind. Das macht die Organisation oft sehr aufwendig und kompliziert, und man legt sich besser ein sehr dickes Fell an um für alle Eventualitäten gewappnet zu sein. Nichts ist schlimmer als ein anonymer, in Vorschriften verhafteter Beamter. Motorradfahren kann einen allerdings auch dabei weiterhelfen, wie folgendes Telefonat mit dem Mitarbeiter einer Botschaft zeigt.

Freitags, zu Bürozeiten. Freizeichen. Jemand hebt ab.

Der Botschaftsmitarbeiter: „Ja?“

Ich: „Guten Tag, Mein Name ist Rolf Lange. Ich und ein Freund möchten gerne demnächst mit dem Motorrad durch ihr Land reisen. Welche Besonderheiten muss ich beim Visaantrag beachten?“

„Die Visastelle braucht Ihren gültigen Reisepass und ein Schreiben wann sie kommen und wieder ausreisen. Und einen Ausdruck der geplanten Route.“

„Alles klar, das ist kein Problem. Wie lange muss ich ungefähr für die Bearbeitung rechnen?“

Stille. Ein paar Sekunden lang eine sehr unangenehme Stille.

„Herr Lange, ich habe eine Frage.“

„Ja, bitte?“

„Haben Sie Kardan?“

„Ja.“

„Denn Straßen bei uns sind sehr staubig. Kette nicht so gut.“

Ungeachtet aller Vorschriften haben wir auf einmal ein Thema. Und eine Gemeinsamkeit: Motorradfahren! Es folgt eine Unterhaltung über Motorräder, Straßenverhältnisse und die Sehnsüchte eines Botschaftsmitarbeiters in sein Land zurückzukehren, um dort auch mal wieder aufs Moped zu steigen. Von einer strengen, vorschriftsmäßig geführten Unterhaltung ist nichts mehr zu spüren. Und ca. 20 Minuten später bin ich mir sicher, dass Motorradfahren Reisen nicht nur spannender, sondern auch leichter machen kann:

„Also wegen Ihrer Visas, schicken Sie mir die Unterlagen zu. Ich leite hier die Visastelle, daher geht ihr Antrag über meinen Tisch. Ich werde mich an Sie erinnern, und das persönlich bearbeiten. Dauert insgesamt ca. 10 Tage. Alles kein Problem.“

Vielen Dank, Herr Botschafter. Ich freue mich auf die staubigen Straßen in Ihrer Heimat.

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s