The Route.

Dies ist zwar der zweite Roadtrip durch Kalifornien, aber der erste mit dem Motorrad. Und deswegen haben wir Vieles anders gemacht: Es gibt nur wenige Straßen die wir erneut befahren – alles andere ist neu.

Denn natürlich ist die Planung eines Roadtrips mit dem Motorrad etwas ganz anderes als für die Reise mit dem Auto. Zum einem sind die Etappen kürzer weil man deutlich mehr Pausen braucht, zum anderen will die Straßenführung richtig ausgesucht sein – man hat schließlich keine Lust am späten Nachmittag festzustellen dass man dem Plan hinterher hinkt und die nächsten drei Stunden die langweiligste aller Optionen wählen muss um sein Ziel zu erreichen: Einen breiten Highway der sich wie ein endloser, gerader Strich durch die nordamerikanische Landkarte zieht. Und das ist dann auch der wichtigste Punkt bei der Planung: Kurvenreiche Straßen durch wundervolle, abwechslungsreiche Landschaften, als da wären Berge, Küsten, Seen und Wüsten. So flach und trocken es auch klingen mag: Der Weg ist das Ziel.

Erster Tag

Wir starten am Freitagmittag in Berkeley, nordöstlich an der San Francisco Bay gelegen, und fahren zunächst durch Downtown San Francisco, über die Hügel westlich des Silicon Valley auf der 35 und der 17 nach Santa Cruz um dort der legendären 1 entlang der pazifischen Küste bis runter nach Monterey zu folgen. Ich weiß schon jetzt dass dieser Tag viel zu schnell vorbei gehen wird.

Zweiter Tag

Die 1 bleibt wie 2009 – damals mit dem Auto – auch dieses Mal unser Wegweiser. Es dürfte kaum eine schönere Küstenstraße auf der Erde geben. Rechts der größte Ozean, links die Felsen, Felder und Wälder Kaliforniens. Es ist beeindruckend wie sich die Vegetation mit jeder Meile Richtung Süden ändert. Zudem hoffe ich wieder auf so einen Moment wie vor zwei Jahren, als uns ein segelnder Schwarm Pelikane über dem Pazifik Richtung Süden begleitete.

Route 1 - damals noch mit dem Auto

Nach einem kurzem Stopp in Pismo Beach geht es nach Santa Barbara. Schon wieder? Ja, schon wieder. Weil uns der mexikanische Flair dieses südkalifornischen Städtchens schon vor zwei Jahren so beeindruckt hat.

Dritter Tag

Eine Etappe wie gemalt für Motorradfahrer: Wir verlassen die 1 und schlängeln uns durch die legendäre Snake nördlich von Malibu – eine berühmte Motorradstraße, auch bekannt als Mulholland Drive – um dann über San Fernando die Los Angeles Mountain Route 2, San Bernadino und am östlichen Ende des Big Bear Lake Big Bear City zu erreichen.

Vierter Tag

Diese Etappe steckt voller Highlights: Ich kann kaum erwarten die Joshua Trees im National Park zu sehen, zu denen wir uns den kleinen Abstecher nach Süden durch das Naturschutzgebiet erlauben. Dann geht es weiter durch die Mojave Wüste, in der wir den Spuren der legendären Route 66 folgen um dann auf der 95 nach Norden zu ziehen. Ein kurzer Abstecher zum Hover Dam, zuerst auf dem Bypass, dann zurück über dem Damm selbst führt uns letztlich zur Halbzeit des Roadtrips: Las Vegas.

Fünfter Tag

„Some guys just can’t handle Vegas.“
The Hangover, 2009

Sechster Tag

Weil wir wissen das Las Vegas Spuren hinterlässt nehmen wir uns am sechsten Tag nicht allzu viele Meilen vor und fahren die 15 nach Barstow. Eingeplant sind Abstecher zu den zahlreichen Ghost Towns (z.B. Calico). Wenn genug Zeit und Kraft bleibt ist auch das Bagdad Café südöstlich von Barstow Pflicht („Out of Rosenheim“).

Siebter Tag

Wir vermuten dass wir uns in dem beschaulichen Wüstendorf Barstow gut erholen werden und machen uns auf nach Bakersfield. Aber eben nicht so als ob man möglichst schnell dorthin kommen möchte (die 58), sondern über den langen Umweg 395 und 178 durch die Berge rund um den Isabella Lake. Von der Wüste dürften wir dann nämlich genug haben – das schreit nach bergigen Kurven und abkühlenden Seeufern.

Unser Tagesziel Bakersfield war 2009 schon unser Gastgeber. Und ich bin noch am Überlegen ob es kultig oder einfach nur bescheuert wäre für die Nacht die gleiche, üble Motel-Absteige wie damals zu wählen. Werden wir wie so vieles spontan entscheiden.

Achter Tag

Wir fahren nicht den kürzesten Weg nördlich des kalifornischen Grabens entlang nach San Francisco, sondern zunächst nach Süden auf der 99, um dann am Mt. Pinos entlang auf der 33 und der 58 in San Luis Obispo anzukommen.

Neunter Tag

Die 41 und die 198 führen uns nach Norden, um die wunderbaren Landschaften Kaliforniens zu genießen. Wichtig dabei ist: Wir bleiben in den Bergen. Ich hoffe dass ich nicht zu oft einen Halt machen möchte um Fotos zu machen, damit wir rechtzeitig abends in Hollister ankommen.

Zehnter Tag

Die 101 führt uns schließlich nach Hause, östlich vom Silicon Valley nach Berkeley. Eine kurze Etappe. Kann ja gut sein das wir den letzten Abend dieses Roadtrips etwas länger feiern.

Soweit der Plan. Die Route ist auch zu finden in der BMW Motorrad Community.

Roadtrip 2011

Eine ernstgemeinte Bitte: Wer schon mal in der Nähe war und Tipps für Sehenswürdigkeiten, Hotels oder Restaurants hat gibt am besten jetzt beim Kommentieren Gas.

4 Einträge zu „The Route.

  • Tip1: San Luis Obispo
    Donnerstag ist Farmers Market in San Luis Obispo. Versucht mal wirklich an einem Donnerstag dort zu sein. Auf dem Farmers Market gibts allen möglichen Krempel, aber auch jede Menge an Futter. Meistens aus der Region und frisch vom Grill sowie Musik. Downtown ist dann für Autos gesperrt. Einfach herrlich!
    Nicht zu vergessen zur Bubble Gum Alley zu gehen und einen Kaugummi an der Wand hinterlassen http://www.locallinks.com/bubblegum_alley.htm

    Tip2: Allgemein
    Wenn ihr mal nen Fast Food Burger esst, kehr unbedingt bei einem In’n’Out Burger ein und bestellt den Burger „Animal Style“. Enjoy!

  • Tip3: Santa Barbara
    Hier mal Downtown das Bike abstellen, gemütlich zur Promenade laufen und ins Restaurant draussen am Steg eingekehren (da dürfen auch Autos raus). In dem Reschti hats die besten Meat&Fisch Kombinationen.
    Wenn man Glück hat, sieht man auch ein paar orange gekleidete Hare Krishnas barfuss durch die Strassen laufen 🙂

  • Sehr cool Kev, danke für die Tipps! In San Luis Obispo sind wir von Freitag auf Samstag, leider. In Santa Barbara waren wir vor zwei Jahren ja schon mal, aber das Restaurant kenne ich noch nicht. Machen wir also! 🙂

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