Last Exit Schäftlarn.

Es war die letzte Etappe Richtung Heimat, von Zürich nach München. Und natürlich schießen mir auf den letzten Kilometern alle gewonnenen Eindrücke dieser Reise durch den Kopf: Die Kälte in Bad Tölz, die Wärme am Sylvensteinsee, die Fahrt runter von Bozen, der Regen in Genua, die Rennen mit den Vierrädern an der italienischen Küste, die wunderbare Strecke an der Cote d’Azur und der Costa Brava. Die beeindruckenden Tage in Barcelona, der Wind auf der Rückreise in Südfrankreich, die eiskalten Straßen der Schweiz.

Ich bin kurz vor München, und ich erkenne die Namen der Vororte wieder. Mein Navi zeigt korrekterweise die kürzeste Richtung nach Hause an. Immer Geradeaus. Ich bin nach über 3.200 km Fahrt gleich zuhause.

Ich richte mich nicht nach dieser Empfehlung. Ich folge nicht der rosaroten Linie auf dem Display, die mich zwei Wochen lang geführt hat. Ich schalte das Navi aus und biege rechts ab. Um einen kleinen Umweg zu nehmen. Über Schäftlarn.

Diese wunderbare, komprimierte Ansammlung von bergigen Kurven rauf vom Kloster, dieser Appetithappen auf die Alpen, dieser Snack an Mittagspausen. Einmal noch die Autos jagen. Einmal noch steil in der Kurve liegen. Einmal noch das Motorrad den Berg rauf drücken.

Ein einziges Mal noch. Bevor es nach Hause geht, in den Winter.

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