Die GI-682: Für Motorräder gebaut.

Während der Routenplanung daheim in München versprach die Kartenansicht schon Einiges: Eine Straße entlang der spanischen Küste voller Kurven. Und so machte ich mich ausgeschlafen und voller Vorfreude auf die letzte Etappe der Hinreise, welche mich nach Barcelona bringen sollte. Ein verdienter Lohn, nachdem ich den Tag vorher von Canes bis Narbonne auf der Autobahn verbracht hatte – die Konsequenz aus zuviel Trödelei in Monaco.

Was ich an der Küste vorfand ist eine Strecke wie gemalt: Nichts als enge und weite Bögen, die sich zwischen Felsen und Meer schlängeln. Beschleunigung mit zum Teil weit über 80 km/h bergauf aus der Kurve heraus. Eine Aussicht wie man sie besser nicht vorfinden kann. Die frische Meeresbrise, die von links heranzieht. Traumhaftes Wetter. Und dank der Nebensaison kaum störender Verkehr. Und wenn doch mal ein Auto vor einem ist lässt einen der Fahrer gleich vorbeiziehen – vermutlich weil er an anderen Tagen selbst Motorradfahrer ist und weiß, wie sich das gerade für mich anfühlt.

Die Strecke ist durchaus anspruchsvoll. Abschnittsweise ist es für einen Einsteiger herausfordernd die richtige Geschwindigkeit für die Kurveneinfahrt zu finden, weil man den Radius aufgrund der Bäume und Felsen nur erahnen kann. Dazu kommen Flecken aus Wasser und Sand. Da heißt es: So kurz vor dem Ziel bitte kein Missgeschick!

Dennoch: Was für eine sensationelle letzte Etappe bis Barcelona. Die spanische GI-682 wurde für Motorräder gebaut.

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