München-Barcelona: Wenn schon bei Bad Tölz alles zu scheitern droht.

Für den ersten Tag meines Roadtrips versprach der Wetterbericht traumhaftes Motorradwetter. Ca. 15-20 Grad bei strahlendem Sonnenschein.

Genau genommen war ich gerade mal eine Stunde unterwegs. Und kurz vor Bad Tölz wurde es kalt. Unglaublich kalt. Der Nebel wollte nicht weichen, und alles über 50 km/h löste Zittern aus.

Also zog ich alles an was die Koffer hergaben. Zwei Pullis, Innenjacke, die dicken Handschuhe. Auf der Landstraße am Straßenrand. Die Griffheizung auf Anschlag. Aber wenn man schon durchgefroren wieder los fährt hilft das nicht wirklich – und so schlichen sich bei mir die ersten Rückkehr-Gedanken ein: „Wie wird es erst am Brenner? Und in der Schweiz? Wie soll ich das überleben? Morgen bin ich krank.“

Dann diese wunderbare Auffahrt zum Sylvensteinsee. Mit jeder Kurve lasse ich den Nebel unter mir. Die Sonne kommt raus. Und es wird warm. Unbezahlbar warm. Alle Zweifel sind vergessen.

Nun, hätte ich nicht soviel Zeit damit verbracht mich da oben in der Sonne zu wärmen und außerdem in Innsbruck noch einen Freund zu besuchen, dann hätte ich vielleicht auch die alte Brenner Straße nehmen können. So wurde es dann doch die Autobahn bis zum Etappenziel Riva del Garda – bevor es zu spät wird.

Übrigens, kurz nachdem ich Bozen passierte hatte, und aus dem Schatten der Berge erneut die Sonne ins Tal schien und „Willkommen im Süden!“ sagte, war mir klar dass ich in die richtige Richtung fahre.

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